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Partnergemeinden

Die Gemeinde Feldatal im Vogelsbergkreis (Hessen) ist seit 1990 Partnergemeinde des OT Förtha, Gemeinde Marksuhl.
Eine weitere Partnergemeinde ist Friedrichswerth/Kreis Gotha

Erste Kontakte schon im Oktober 1989 geknüpft

Artikel der Oberhessischen Zeitung Montag 25. Juni 1990

Die erste Partnerschaft zwischen einer Kommune des Vogelbergkreises und der DDR ist perfekt. Am Samstag nachmittag erfolgte die Unterzeichnung eines Partnerschaftsvertrages zwischen Feldatal und gleich zwei Gemeinden aus Thüringen. Friedrichswerth aus dem Kreis Gotha und Förtha aus dem Kreis Eisenach.

In Anwesenheit einer größeren Delegation, bestehend aus Kommunalpolitikern und Vereinsvertretern aus den beiden DDR-Gemeinden, den örtlichen Vertretern aus dem Bereichen der Kommunalpolitik und den Vereinen sowie Landrat Hans-Ulrich Lipphardt, erinnerte Bürgermeister Otto Zulauf zunächst an die Teilung Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg.

Strenge und fast schikanöse Grenzkontrollen, der Mauerbau sowie ein hoher Zwangsumtaush hätten mit der Zeit zu einer Isolierung der DDR geführt. Mit Freude habe man im Westen die Ereignisse des 9. November begrüßt.

Bereits bei einem Ausflug der Gemeindegremien im Oktober 1989 habe man in Gesprächen mit der Bevölkerung Zeichen der bevorstehenden Wende gespürt. „Die Frauen und Männer in der DDR, die das große Ziel „Freiheit“ unter Einsatz ihrer persönlichen Freiheit verfolgt haben, sind am 9. November 1989 am Ziel angelangt“ so Zulauf weiter.

Der Bürgermeister ging dann au die Entstehung der Partnerschaft ein. Sie sei bei Friedrichswerth vom Ortsteil Groß-Felda und bei Förtha von Zeilbach ausgegangen. Die Gemeindegremien hätten daher einstimmig beschlossen mit beiden DDR-Gemeinden eine Partnerschaft einzugehen.

Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass dieser Kontakt mit dazu beitragen würde, dass sich Thüringen und Hessen wie in früheren Zeiten wieder näherkämen. So hätten die Frankfurter oder auch Leipziger Straße und die Straße durch die kurzen Hessen durch das Gebiet der Großgemeinde Feldatal geführt. Zulauf erinnerte auch daran, dass die Landgrafen aus Thüringen die Grünberger Burg zum Schutz gegen den Bischof zu Mainz erbaut hätten. Abschließend stellte er die Gemeinde Feldatal vor.

Als einen historischen Vorgang zwischen drei deutschen Gemeinden, die über 40 Jahre voneinander getrennt waren, bezeichnete Bürgermeister Hartmut Kühn aus Förtha die Unterzeichnung der Urkunde. Gerade auch deshalb, weil er in eine Zeit der Europäischen Vereinigung und Vereinigung der beiden deutschen Staaten falle. Man habe kaum fassen können, als am 9. November die Mauer gefallen sei. „Mit Öffnung der Grenzen fand man wieder zueinander“ so Kühn. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit gelte es nun auf der untersten kommunalen ebene zu vertiefen.

Als ein weiteres ziel bezeichnete es kühn, an deutsche und thüringische Traditionen anzuknüpfen und vor allem Erfahrungen der Verbände und Vereine, aber auch der Gemeindeverwaltung Feldatal zu nutzen. Auch Kühn stelle seine gemeinde vor, die seit dem 1. Mai einen enormen Aufschwung erlebte.

Für die Gemeinde Friedrichswerth sprach Bürgermeister Robert Boes. Nach dem Vorstellen seiner Gemeinde mit den wesentlichsten Veränderungen seit dem 6. Mai, gab er der Hoffnung Ausdruck, dass der Tag zum Nutzen aller ausgehe.

Ernst-Uwe Offhaus würdigte als Vorsitzender der Gemeindevertretung Feldatal den historischen Tag für die drei Gemeinden. Beiden DDR-Bürgermeistern überreichte er Hessen-Krawatten.

Krawatten, aber mit den Wappen des Vogelbergkreises, gab es auch von Landrat Lipphardt. Er zeigte sich erfreut über diese „Doppel-Partnerschaft“, die die erste im Vogelsbergkreis sei. Mit großer Bewegung verfolge man die Entwicklung in der DDR und das Entstehen neuer demokratischer Strukturen in allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Der Partnerschaft wünschte er, dass sie mit „wirklichen Leben“ erfüllt werden möge.

Der Unterzeichnung der Urkunden folgten ein gemeinsames Abendessen und ein gemütliches Beisammensein in der Feldahalle mit musikalischer Unterhaltung durch den evangelischen Posaunenchor Groß-Felda.

Vor dieser Veranstaltung hatte bereits eine Rundfahrt durch das Feldatal stattgefunden. Beginnend mit der Besichtigung der Mittelpunktschule Feldatal und einer Führung unter Leitung des Schulleiters Erhard lang ging es durch die Ortsteile Zeilbach, Ermenrod und Schellnhausen nach Kestrich zum Schwimmbad. Windhausen und Köddingen wurden angefahren, und in Stumpertenrod erfolgte eine Besichtigung des erweiterten Dorfgemeinschaftshauses und der evangelischen Kirche.

Nur wenig Zeit hatten die Fahrtteilnehmer bei einer Rast beim Backhausfest der Freiwilligen Feuerwehr Kestrich. Trotzdem reichte es für ein Stück Salzkuchen und ein Getränk.

Erläuterungen während der Fahrt erhielten die DDR-Bürgermeister von Bürgermeister Otto Zulauf.

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Am 12. Juni 2005 fand  ein Treffen anlässlich 15 Jahre Partnergemeinde in Feldatal.
Weitere Fotos finden Sie unter www.friedrichswerth.eu

 

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Am 4. September 2010 fand das Treffen mit den Partnergemeinden Feldatal/Hessen und Friedrichswerth/Kreis Gotha statt. Ca. 100 Gäste folgten der Einladung.

Fotos von der Festveranstaltung in der Mehrzweckhalle Förtha:
 

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Eröffnung durch Ortsteilbürgermeister Frank Michalowski

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Andacht mit Pfarrer Phieler
 

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verschiedene Grußworte und musikalische Darbietungen der Chöre der Gemeinden

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Die drei Bürgermeister.

Anschliessend gab es Mittagessen vor der Mehrzweckhalle.

Danach konnte der Sportplatz (Fussballspiel)sowie das Sportlerheim und der Kindergarten besichtigt werden.

Weiter ging es per Rundgang durch den Ort, so wurde das Feuerwehrgerätehaus, die Räumlichkeiten der Landfrauen und die Kirche besichtigt.

Ab 15.30 Uhr konnte man sich bei Kaffee und Kuchen im Saal des Landgasthofes
“Am Elteschlösschen” austauschen. Jeder Verein von Förtha sponserte drei Kuchen.
Die Landfrauen übernahmen die Bedienung.

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Gegen 17.00 Uhr endete die gelungene Veranstaltung.