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Bräuche

Von unseren Vorfahren wurden uns drei alte Bräuche überliefert:

das Kirchweihfest

die Spinnstuben

das Maienköpfen

Heute wird von diesen Bräuchen nur noch die Kirmes gepflegt. Ursprünglich wurde hier nach Abschluß der harten Land- und Feldarbeit bei Tanz und Schmaus gefeiert.. Als vor 70-80  Jahren noch engere Verbindungen zwischen Förtha und Alt-Eisenach bestanden, feierten die Ehrensteiger und die Förthaer gemeinsam Kirmes. Die Förthaer Flur reichte damals bis zum Eierkuchenberg.
Früher gab es in Förtha Kirmespaare, heute feiern wir in Förtha eine Weiberkirmes, da die jungen Männer keine Lust mehr dazu hatten, hat Frau E. Baumbach die Weiberkirmes ins Leben gerufen.

Der Spinnstubenbrauch wird seit 1933 nicht mehr gepflegt. Bis dahin trafen sich die Frauen des Dorfes nach dem Dunkelwerden und haben Schafwolle gesponnen und später daraus  Strümpfe gestrickt. Dabei erzählten sie sich die Neuigkeiten aus dem Dorf.
Als die Heimatstube in Förtha 1996 eröffnet wurde, haben die Frauen dort diesen Brauch wiederbelebt. Im ersten Jahr des Bestehens wurden Spinnstubennachmittage durchgeführt, was auch recht gut ankam.
Leider haben in der heutigen stressigen Zeit nur noch wenig Leute Interesse daran, diesen alten Brauch zu pflegen. Aber auch heute gibt es Förtha noch einige Frauen und einen Mann, die regelmäßig zu Hause Schafwolle spinnen und Strümpfe stricken. Der Landfrauenortsverein beschäftigt sich in seinem Mehrgenerationenprojekt 2009 mit dem Erlernen alter Handwerkstechniken.

Das Maienköpfen wurde 1926 zum letzten Mal abgehalten. Mit diesem Brauch feierte man das Wiedererwachen der natur und allen Lebens.
Am Pfingstheiligabend setzten die Burschen eine geschälte Tanne vor das Haus einer Bauerntochter. Dies verpflichtete zur Verpflegung der Musikanten. Nach sechs Sonntagen wurde diese Tanne gefällt und der Tag mit Spiel und Tanz begangen.
Der Tannenbaum blieb im Besitz des Bauern und fand als Heubaum Verwendung. Die Spiele erstreckten sich über den ganzen Tag. Bei schönem Wetter wurden sie im Freien aufgeführt. (Dorfplatz). Meistens spielte man Stücke aus dem  Bauernleben und aus den Freiheitskriegen. Ein Brautraub beschloss den Tag. Spieler waren die Burschen und Mädels aus dem Dorf. Abends wurde getanzt.