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Epichnellen

Epichnellen - jetzt zu Förtha gehörend:

Östlich von Förtha, Elteaufwärts liegt Epichnellen.

Der Name scheint von einer ortstypischen Selleriepflanze abzustammen, sie bezeichnete man früher als “Eppich”

Die ersten geschichtlichen Nachrichten stammen von 1292, damals noch “Apghinevelle”

Im Jahre 1378 gehörte der Ort zur Wartburg und wurde “Epichnelne” genannt.
Im 14.Jahrhundert durchzog die Pest unser Land und so wütete sie auch in Eppichnellen, die Einwohner die davon verschont blieben siedelten nach Förtha und Eisenach um, Eppichnellen starb aus und wurde eine Wüstung.

 Viele damalige Klöster kauften Wüstungen auf um ihren Besitz zu mehren.
1459 wurde die Wüstung Eppichnellen an den Herrn von Reckrodt verkauft. So unterstand E. der  brandenburgischen Gerichtbarkeit und gehörte bis 1827 zu Lauchröden.

1754 hatte E. einen Hof, in den darauf folgenden Jahren begann man wieder mit dem Aufbau und es entstanden 4 Güter.
1879 war die Einwohnerzahl auf 44 gestiegen.

1902 wurden diese 4 Güter aufgelöst und verkauft:
Die Besitzer der letzten Güter waren:
1. Das Schulzengut; Inh. Fam. Ißleib
(Gebäude und Stallungen jetziges Eigentum d Fam. Rimbach)
2. Das Obergut; Inh. Fam. Göbel
(im jetzigen Kindergarten und Sportplatzbereich)
3. Das Untergut; Fam. Göbel
(ehemailge Großküche)
4. Das Gartengut; Inh. Fam. Ißleib
(Haus und Stallungen jetzt Fam Eichner)

Zu den Gütern in Epichnellen gehörten auch ausgedehnte Waldungen;
dazu gehörten der Eichberg und das Scherbental:

In Epichnellen gab es auch eine Mühle, diese war noch  bis 1909 in Betrieb und eine Bäckerei, diese wurde 1923 wieder stillgelegt.
Silvester 1951 ist die Mühle abgebrannt, hier steht nun das Haus von Dieter Knapp.
In Epichnellen gab es eine Gastwirtschaft , diese  wurde aber 1951 geschlossen. In den Räumen der Gastwirtschaft wurde im selben Jahr eine
Katholische Kirche eingerichtet. Inzwischen wurde die Kapelle nach ihrem 50-jährigem Bestehen geschlossen.
Vorübergehend war in diesem Gebäude in den 70er Jahren eine  Großküche mit Schulspeisung untergebracht.
 

Der Zusammenschluß der beiden Orte Epichnellen und Förtha wurde 1946 vollzogen.

Heute befinden sich in Epichnellen:der Kindergarten, der Sportplatz, die Katholische Kirche und der Bahnhof

Bis heute ist im Sprachgebrauch der Ort Epichnellen  erhalten geblieben, ich sage z.B. ich fahre mal nach Epichnellen und ich denke die Bürger aus Epichnellen legen Wert darauf, das sie in Epichnellen wohnen und der kleine Ort mit seiner bewegten Geschichte sollte nicht in Vergessenheit geraten.