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Geschichte

“Über die Gründung unseres Ortes sind keine Unterlagen vorzufinden.
 Es ist anzunehmen und wohl auch wahrscheinlich, daß die Besiedlung bis in die Eisenzeit zurückgeht und kann eng mit der Siedlung “Eisenach” in Zusammenhang gebracht werden.” (Aus der Chronik von Alfred Schmidt)

Wann erreichten uns die ersten Nachrichten über Förtha?

1073 wird Förtha erstmals als “Furt” genannt. Nach Johann Binhardts Thüringische Chronika oder nach Matthix Merians Anzeigung 1070 wird von dem Errichten einer neuen Stadtmauer um Eisenach berichtet,”und alle Dörfer/so viel unter Graff Ludwig gehörig/haben ein jegliches ein Flecken an der Stadt Mauern müssen machen lassen. Es wurden die Bauern häuffig aus den Dörfern derer von  Mittelstein/nemlich aus Furt/Stedtfeld/Arms/Mohr..herangezogen zum Bau der Mauer und Häuser”
(aufgeschrieben von Alfred Schmidt)

Im Stadtarchiv Eisenach fand ich folgendes über Förtha vermerkt:” aus Bau- und Kunstdenkmäler Thüringens” von Prof.Dr. Lehfeld...1917

Förtha, Kirchdorf mit 73 Wohnhäusern und 437 Einwohnern, an der Elte,
 9 km südwestlich von Eisenach, eingepfarrt nach Marksuhl.
Geschichtliche Nachrichten: Förtha (1330 Furche, 1440 und 1529 Fortte, 1447 Furtte, 1517 Fordt) wird bei der Grenzbestimmung des hersfeldisch-frankensteinischen Wildbanns 1330 als Furche genannt. Sicherlich liegt ein Schreibfehler (richtig Furthe) vor. Der Ort war dann Eigentum der Landgrafen. 1440 hatten ihn die Karthäuser Mönche zu Eisenach, wahrscheinlich als Pfand, denn Thomas v. Buttelstedt sagt in Aufstellung der Abgaben an die Wartburg: “So ist  ...Forrte.” 1447 hatten die v. Herda hier Besitzungen, daher gehörten noch 1754 einige Lehnstücke in Förtha dem Adel zu Lauchröden. Anderes gehörte der Pfarrei zu Marksuhl. Damals, 1447, hatte das Dorf 42 Häuser.

Dorfentwicklung im 19. Jahrhundert:
Drei Pferde und 45 Ochsen werden 1707 in Förtha gezählt.
 1855 gibt es 361 Einwohner, 64 Wohnungen, eine Unterförsterei und zwei  Mühlen. 24 Jahre später, 1879 zählt man 73 Wohnungen, 382 Einwohner, 13 Pferde, 184 Rinder, 159 Schafe, 108 Schweine und 44 Ziegen.

Die Eröffnung der Werrabahn 1858 brachte für die Region einen wirtschaftlichen Aufschwung. 1896 wurde die Bahnstation “Eppichnellen-Wilhelmsthal” eröffnet, welche später in Förtha umbenannt wurde. In den Jahren 1905 bis 1910 erfolgte der zweigleisige Ausbau einschließlich des Ausbaus des Wartburgtunnels.

Die Bewohner von Förtha arbeiteten als Tagelöhner und Bauern auf den Bauernhöfen, zum anderen gingen sie nach Eisenach in die Fabriken.
Eine weitere Erwerbsquelle war auch das Kupferbergwerk in Epichnellen.Die Gründug des Bergwerks war ca. 1650. Um 1900 wurde es stillgelegt.

Eine zentrale Wasserversorgung besteht seit 1904.

Dorfentwicklung im 20. Jahrhundert:
1988 hat Förtha 873 Einwohner, 214 Gebäude und 346 Wohnungen.

1946 wurde der Ort Epichnellen zu Förtha eingemeindet.
Förtha und Epichnellen gehörten seit 1952 zum Kreis Eisenach im Bezirk Erfurt. Seit der Wiedervereinigung gehört Förtha zum Wartburgkreis im Freistaat Thüringen.

Dorfentwicklung heute:
heute hat Förtha ca. 900 Einwohner